Reiseprogramm

Kaliningrad (Königsberg) und Umgebung (2012)

...eine Reise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, eine Reise zwischen Düne und Urwald, eine Reise hin zu Nachbarn

10 Tage (Sonntag - Dienstag)

24.06. - 03.07.12

mind. 15, max. 24 Personen
Wegen der streng begrenzten Teilnehmerzahl empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung!

Bus, Fähre, Boot

Halbpension

Doppelzimmer p.P. € 1280.-
Einzelzimmer p.P. + € 280,-
(Kosten für Einzelkabine auf Anfrage)
Das russische Einreise-Visum können wir Ihnen für € 58,- gerne besorgen.

Dr. Burkhard Schmidt

Otto Friedl

Kaliningrad (Königsberg) und Umgebung (2012)

Reisecharakter

Kaliningrad (Königsberg) und Umgebung bilden ein organisches Ganzes, auch wenn die heutigen Staatsgrenzen diese Einheit nicht betonen. Mittelpunkt unserer Reise ist die Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet), die westlichste Exklave der russischen Föderation. Hier finden wir manche Orte, deren frühere Namen vielen von uns noch sehr vertraut klingen, neben Königsberg z.B. Rauschen, Cranz, Gumbinnen, Insterburg, Tilsit. Zur Umgebung von Kaliningrad (Königsberg) gehören aber auch Teile Nordpolens, wie zum Beispiel das frühere Elbing oder Frauenburg sowie Teile von West-Litauen zwischen Kurischem Haff und Palanga.

Diese Reise eröffnet vielfältige Perspektiven: Da gibt es den Blick zurück auf das alte Ostpreußen und die Spuren, welche es hinterlassen hat, wie z.B. Gebäude, Tore, Brücken, Befestigungsanlagen, Mühlen und Denkmäler in den Städten. Und es gibt die Stadtführer, die all die früheren Namen der Straßen und Gassen samt Lageplan ganz genau ihrem Gedächtnis eingeprägt haben und für die Heimwehtouristen lebendig und zugänglich halten, auch wenn diese Örtlichkeiten real längst nicht mehr existieren.
Außerhalb der Städte scheint die Zeit oft völlig stehen geblieben zu sein: die alten Baumalleen und Bewässerungsgräben gibt es heute noch. Doch da ist auch die Gegenwart: Die Neubesiedlung hat inzwischen vieles verändert und der Drang nach mehr Wohlstand lässt in den modernen Stadtbildern und auch in den Köpfen zahlreiche historische, integrierende Details untergehen.
Das offizielle Bekenntnis zur Geschichte Kaliningrads (Königsberg) und seiner Umgebung kommt eher in der Stadtplanung und in administrativen Entscheidungen zum Ausdruck. Der Königsberger Dom, das historisierende Bauprojekt Fischmarkt in Kaliningrad, der Neubau der Elbinger Altstadt, die Aufnahme der alten deutschen Namen auf vielen Ortsschildern von ehemals ostpreußischen Städten sind beredte Beispiele hierfür. Die heutigen Menschen in den von uns bereisten Ländern sind auf der Suche nach einer neuen, nach einer eigenen Identität. Dazu müssen sie sich zwangsläufig mit einer jahrhundertelangen deutschen Geschichte auseinandersetzen, aber z. T. auch mit der sowjetischen Herrschaft der letzten Jahrzehnte.

Die Oblast Kaliningrad selbst ist zusätzlich mit aktuellen Problemen konfrontiert, die mit ihrer besonderen geographischen Lage zusammen hängen: Nunmehr völlig isoliert, umgeben von EU-Ländern, die längst dem Schengener Abkommen beigetreten sind, fehlt ihr noch die klare zwischenstaatliche Regelung, welche die verkehrsmäßige und wirtschaftliche Verbindung zum russischen Mutterland zufriedenstellend regeln würde. Die Oblast Kaliningrad ist im Umbruch. Das macht diese Reise durch diese facettenreiche Kultur- und Geschichtslandschaft aber auch so spannend, weil sie nicht nur eine touristische Besichtigungstour ist.

Zeitübergreifend hat Kaliningrad (Königsberg) und Umgebung aber auch noch etwas anderes zu bieten: Es ist die faszinierende Natur: Malerische Seen, dunkle Wälder, Flusstäler, die Ostsee mit Steilküsten und Sandstränden, Dünenberge, hügelige Heidelandschaft, Urwald. Dazu viele Orte, die einst mit der Landschaft verschmolzen zu sein schienen, und deren alter Charme erst in jüngster Zeit wiederentdeckt und zunehmend auch gepflegt wird. Eine Natur- und Kulturlandschaft also - und so ist es kein Wunder dass diese zu allen Zeiten die Menschen geprägt und aktiviert hat und dass viele bedeutende Persönlichkeiten aus ihr hervorgegangen sind: Kopernikus, Kant, Herder, E.T.A. Hoffmann, Sudermann, Alexandra und viele andere.

Lesen Sie unser Programm und Sie werden feststellen: Wir streben eine optimale Integration der verschiedenen Perspektiven an, die eine informative, trotzdem auch angenehme, unterhaltsame und erholsame Reisegestaltung zusammenhält. Dass unsere Unterkünfte und die Verpflegung zum Besten gehören, was die Region zu bieten hat, unterstreicht den anspruchsvollen Charakter dieser außergewöhnlichen Reise.

Reiseablauf

Sonntag, 24.06.12
Würzburg - Gorzow Wielkopolski (Landsberg)

Abfahrt in Würzburg (Hauptbahnhof, Ostseite, Taxistand) um 8:30 Uhr. Auf der Autobahn - vorbei an Bamberg und Leipzig - nach Berlin-Spandau (Bahnhof) und bis zur deutsch-polnischen Grenze.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir Gorzow Wielkopolski (Landsberg) an der Warthe. Unser Hotel Mieszko (***) befindet sich mitten im Stadtzentrum. Abendessen. 1 Übernachtung.

Montag, 25.06.12
Gorzow Wielkopolski (Landsberg) - Elblag (Elbing)

Nach dem Frühstück fahren wir durch den südlichen Teil der Pommerschen Seenplatte, die sich hier zwischen Oder und Weichsel entlang zieht. Dann kommen wir nach Malbork (Marienburg), wo uns sogleich der Backsteinkomplex der bedeutendsten Ordensburg des Deutschrittersordens ins Auge fällt.

Auf unserer deutschsprachigen Sonderführung wird uns diese mächtige Burganlage, die zu den größten Europas gehört, sehr beeindrucken. Kurze Fahrt bis Elblag (Elbing), dessen zerstörte Altstadt inzwischen wieder hergestellt wurde. Unser Hotel Mlyn (***) ging aus der Strauchmühle hervor, eine von zahlreichen Wassermühlen, deren Entstehungszeit bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. Abendessen. 1 Übernachtung.

Dienstag, 26.06.12
Elblag (Elbing) - Svetlogorsk (Rauschen)

Gleich nach dem Frühstück brechen wir von Elblag (Elbing) auf zu einer außergewöhnlichen Schiffsreise auf dem Oberländischen Kanal mit seinen berühmten "geneigten Ebenen". Zur Überwindung der Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Stufen wird das Schiff aus dem Wasser auf Schienen verlagert und dann durch Graslandschaften gezogen. Auch heute noch - fast 150 Jahre nach seiner Entstehung - vermag dieses technische Meisterwerk zu faszinieren.

Gegen Mittag fahren wir dann von Buczyniec (Buchenwalde) mit dem Bus nordwärts bis Frombork (Frauenburg), direkt am Frischen Haff gelegen. Hier arbeitete der Astronom Nikolaus Kopernikus. Seine These, dass sich die Gestirne um die Sonne drehen, hat seinerzeit das gesamte Weltbild entscheidend verändert. Wir besuchen das Grab von Kopernikus in der eindrucksvollen Kathedrale aus dem 14. Jh.

Kurz darauf verlassen wir Polen und betreten die westlichste russische Enklave, die Oblast Kaliningrad, das Königsberger Gebiet. Bei der Weiterfahrt können wir bereits einen ersten kurzen Eindruck vom alten Königsberg bekommen. Unser Ziel ist die Halbinsel Samland. Im Kurort Svetlogorsk (Rauschen) wohnen wir im Top-Hotel Russ (****). Von allen unseren Hotelzimmern aus genießen wir den Blick auf die steil abfallende Nordküste von Samland, auf den Strand und auf die Ostsee. Abendessen. 3 Übernachtungen.

Mittwoch, 27.06.12
Svetlogorsk (Rauschen) - Ausflug Kaliningrad (Königsberg)

Frühstück. Ruhetag in Svetlogorsk (Rauschen). Heute besichtigen wir Kaliningrad (Königsberg). Einst vom Deutschen Ritterorden gegründet war Königsberg wichtiger Stützpunkt der Hanse. Später wurde es Hauptstadt der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen.

Auf einer ausführlichen Stadtführung - mit Bus und zu Fuß - sehen wir die wieder aufgebaute Domkirche mit dem Grab des berühmten Philosophen Immanuel Kant, das Dommuseum, den Lasch-Bunker, das Königstor, die ehemalige Börse, den Schlossteich, das Villenviertel Amalienau, das Bernsteinmuseum, die evang. Auferstehungskirche, das Bauprojekt Fischdorf u.a.

Eine kleine Bootsfahrt auf dem Pregel lässt uns Kaliningrad (Königsberg) von einer anderen Perspektive erleben. Später besteht in Svetlogorsk (Rauschen) noch die Gelegenheit zu einem entspannenden Spaziergang entlang des einladenden Promenadenweges oberhalb der Ostsee. Abendessen.

Donnerstag, 28.06.12
Svetlogorsk (Rauschen) - Ausflug Kurische Nehrung

Frühstück. Ruhetag in Svetlogorsk (Rauschen). Nach kurzer Fahrt gelangen wir auf den russischen Teil der Kurischen Nehrung. Zunächst geht es nach Selenogradsk (Cranz), einst der mondänste Badeort Ostpreußens.

Wanderung am Kurischen Haff und dann zum "Tanzenden Wald" und hinauf auf die größte Düne Ephas Höh. Besichtigung der alten Vogelwarte von Rossitten. Nach dem Abendessen erwartet uns ein russischer Folkloreabend.

Freitag, 29.06.12
Svetlogorsk (Rauschen) - Baltijsk (Pillau) - Tschernjachowsk (Insterburg)

Frühstück. Zunächst lernen wir den westlichen Teil der Halbinsel Samland kennen. In Otrafnoje (Georgenwalde) besuchen wir das Museum des bekannten Bildhauers Hermann Brachert (1890–1972). Anschließend geht es nach Janramji (Palmnicken), dem einzigen Ort der Erde, wo Bernstein im Tagebau gewonnen wird. Dann erreichen wir das nur mit Sondergenehmigung betretbare Baltijsk (Pillau), Stützpunkt der russischen Ostseeflotte. Auf der nahen Burg Lochstädt vermutet man immer noch den Schatz des berühmten Bernsteinzimmers. In Germau halten wir am deutschen Soldatenfriedhof. Dann führt uns der Weg ostwärts. Wir verabschieden uns von Kaliningrad (Königsberg).

Nun öffnet sich das weite Land des früheren Ostpreußens mit seinen Pappelalleen, Dörfern, Feldern und Bewässerungsgräben. Nichts sehen wir mehr vom Schloss Friedrichstein, dem ehemaligen Sitz von Marion Gräfin Dönhoff. Ziel ist Tschernjachowsk (Insterburg), das noch etliches von seinem alten Charme bewahrt hat. Unser angenehmes Hotel Kotschar (****) wurde erst vor kurzem eröffnet. Es wurde in einem historischen Gebäude errichtet und befindet sich im Stadtzentrum, gleich an der Ecke der ehemaligen Hindenburgstraße zur Bierfreundstraße. Unser Stadtrundgang führt uns natürlich auch zum Gedenkstein für das Ännchen von Tharau, das hier geboren wurde. Abendessen. 1 Übernachtung.

Samstag, 30.06.12
Tschernjachowsk (Insterburg) – Rominter Heide – Gussew (Gumbinnen) - Sovetsk (Tilsit)

Frühstück. Am Vormittag lernen wir die schöne Landschaft der Umgebung kennen. Auf einer Wanderung durch das Hügelland der Rominter Heide erleben wir einen der letzten Urwälder Europas. In Gussew (Gumbinnen) besuchen wir natürlich die bekannte, vor 20 Jahren hier wieder aufgestellte Elch-Skulptur, bevor wir nach Norden weiterfahren.

Über Nacht bleiben wir in Sovetsk (Tilsit). Unser Hotel Rossija Kronus (***) ist das größte und neueste Hotel in der Stadt und wurde ganz bewusst im sowjetischen Stil errichtet. So befindet sich vor dem Hoteleingang erst einmal eine Statue von Lenin - allerdings zusätzlich auch das Symbol der Stadt - eine Schafsstatue. Russische Küche zum Abendessen. 1 Übernachtung.

Sonntag, 01.07.12
Sovetsk (Tilsit) - Palanga

Frühstück. Auf einem geführten Rundgang durch Tilsit finden wir u.a. in der Hohen Straße immer noch Spuren aus der deutschen Vergangenheit. Anschließend verlassen wir die Oblast Kaliningrad (Königsberger Gebiet), gedenken der sympathischen Menschen, die uns in den letzten Tagen begleitet haben. Durch das neobarocke Sandsteinportal und über die Königin-Luise-Brücke überqueren wir den Nemunas (die Memel) und damit die Grenze zwischen der Oblast Kaliningrad und Litauen – die Außengrenze der EU gegenüber der russischen Föderation.

Unsere Route führt entlang der Memel nach Silute (Heydekrug) - ganz in der Nähe wurde der Dramatiker Hermann Sudermann ("Die Reise nach Tisit") geboren - und dann nordwärts, bis wir in Palanga wieder an die Ostsee gelangen. Hier erholen wir uns am herrlichen Sandstrand. Besuch eines klassischen Konzerts und Abendessen. Wir wohnen in dem kleinen, aber stilvollen Hotel Garanta (****) im Ortszentrum, nur 300m vom Strand entfernt. 1 Übernachtung.

Montag, 02.07.12
Palanga - Nachtfähre in Richtung Kiel

Frühstück. Noch einmal Erholung pur: Spaziergang auf der Strandpromenade und der Seebrücke. Zur Mittagszeit fahren wir über Klaipeda (Memel), wo wir dem Simon-Dach-Brunnen mit der Statue des Ännchen von Tharau noch einen kurzen Besuch abstatten, zum Hafen. Hier empfängt uns ein Fährschiff, das uns über Nacht in Richtung Kiel bringt. Abendessen und Übernachtung an Bord.

Dienstag, 03.07.12
Kiel - Würzburg

Ankunft in Kiel um 12:00 Uhr. Über Lehrte (Bahnhof) bringt uns der Bus nach Würzburg zurück. Ankunft gegen 19:30 Uhr.

Unsere Leistungen

  • 10-tägige Busreise einschließlich aller genannten Ausflüge
  • Schiffsreise auf dem Oberländischen Kanal von Elblag bis Buczyniec (Buchenwalde)
  • Kleiner Bootsausflug in Kaliningrad auf dem Pregel
  • Fährüberfahrt Klaipeda - Kiel mit der Reederei DFDS Seaways Baltic
  • Ökologische Gebühr für die Kurische Nehrung
  • Sondergenehmigung für den Besuch von Baltyks (Pillau)
  • 8 Übernachtungen in Doppel- bzw. Einzelzimmern mit Bad oder Dusche sowie WC in ausgewählten, guten Hotels (***/****) mit allen Annehmlichkeiten (z.B. Sauna, Pool und andere Wellness-Einrichtungen)
  • 1 Übernachtung in Doppel- bzw. Einzel-Außenkabinen mit Dusche/WC. Untere Betten.
  • 9 x Frühstück, 9 x Abendessen (jeweils 3 Gänge sowie Kaffee bzw. Tee)
  • Eintrittskarten für Dom und Dommuseum, Bernsteinmuseum, Lasch-Bunker, Bernsteinmuseum in Kaliningrad, Vogelwarte Rossitten
  • Teilnahme an einem russischen Folkloreabend
  • Klassisches Konzert in Palanga
  • Kompetente Führungen in deutscher Sprache
  • Reiseführer "Königsberg - Kaliningrader Gebiet" (2012) aus dem Trescher-Verlag
  • Reise-Merkblätter und ausführliches Informationsmaterial
  • Reiseleitung und Reisegestaltung (Dr. Burkhard Schmidt)

Reiseversicherung

Für den Abschluss eines individuellen Reise-Versicherungspakets empfehlen wir unseren Partner Travel Secure.

TravelSecure

Zahlungsmodalitäten

  • Höhe der Anzahlung: 10% des Reisepreises
  • Restzahlung: 21 Tage vor Reisebeginn
  • Späteste Rücktrittsmöglichkeit von Irene Schmidt Reisen GmbH im Falle des Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl: 21 Tage vor dem vereinbarten Reisebeginn

Weitere Angaben

Genauere Hinweise über Treffpunkt, Konzertprogramme, Aufführungen, Versicherungen, Geldwechsel etc. enthalten unsere Merkblätter, die den Teilnehmern rechtzeitig zugesandt werden.

Unverbindliche Anfrage

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